SMX München 2020: Recap, Insights & Key-Learnings
 

SMX München 2020: Recap, Insights & Key-Learnings

Die SMX ist Deutschlands größte Konferenz für Suchmarketing. Die Konferenz fand am 1.-2. September in München statt, aufgrund von Corona zum ersten Mal als Hybrid-Event (vor Ort und im Livestream).

Unseres Online-Marketing-Team war auch dieses Jahr dabei und hat für euch die spannendsten Vorträge in diesem Artikel zusammengefasst.

  • Content Marketing Strategie – Mit Potenzialanalysen messbare Erfolge durch Content Marketing erzielen (Dominique Seppelt)
  • The Art of Crawling: Der optimale Crawl-Prozess von Anfang bis Ende (Markus Hövener)
  • Hochqualitativer Content statt leerer Inhalte: SEO-getriebener Qualitätsjournalismus (Jana Lavrov)
  • Digital Marketing Today: Strategies and Structures for Uncertain Times (André Morys)
  • ‘Don’t think twice, it’s alright‘. Behavioral Economics für ein intuitiveres Internet (Dr. Philipp Spreer)
  • Snippetoptimierung Title & Descriptions (Julian Dziki)

Content Marketing Strategie – Mit Potenzialanalysen messbare Erfolge durch Content Marketing erzielen (Dominique Seppelt)

Das Framework von einer erfolgreichen Content-Marketing-Strategie besteht aus sechs Phasen:

  1. Analyse
  2. Zielsetzung
  3. Themen-Recherche
  4. Content Erstellung
  5. Distribution des Contents (z.B. durch Paid Kampagnen)
  6. Monitoring & Reporting

 

Dominique Seppelt hat sich in ihrem Vortrag auf die erste Phase fokussiert. Um Content aufzubauen, der wirklich für deine Website relevant ist, ist die Analyse-Phase besonders wichtig. Diese Phase besteht aus drei Faktoren:

1) Bestandsaufnahme: hier solltest du, den Content, der auf deine Website bereits zu finden ist, inventarisieren. Auf Basis von Google Analytics & Search Console Daten kannst du die Inhalte sammeln und sortieren. Danach solltest du die Inhalte in drei Kategorien gruppieren:

  • High Performer, sprich Content, der eine hohe CTR und eine signifikative Anzahl an Seitenaufrufe aufweist;
  • Konsolidieren oder entfernen, sprich Inhalte, die im Vergleich keine gute Performance erzielen. Daher sollte man, je nach Relevanz des Contents, die Inhalte verbessern oder entfernen;
  • Optimierungspotenzial, sprich Content, der auf Basis der Daten (z.B. gute CTR oder optimierende Schwellenpositionen), noch Verbesserungspotenzial hat. Auf diesen Content solltest du dich später fokussieren.

2) Wettbewerber-Analyse: wenn du deine Wettbewerber identifiziert hast, solltest du in diesem Abschnitt eine Gap-Analyse durchführen. Mit anderen Worten, schau dir deine Konkurrenten an und versuche zu identifizieren für welche relevante Keywords sie ranken (Keyword-Gap), welche relevante Backlinks sie aufgebaut haben (Backlink-Gap) und welchen Inhalte dein Wettbewerber spielt, die dir fehlen (Content-Gap).

3) Zielgruppen und Multiplikatoren anschauen: Hier solltest du identifizieren, welche Inhalte für deine Zielgruppen und Multiplikatoren relevant sind.

Key-Learning: Prüfe deine Inhalte, verstehe deine Wettbewerber und überprüfe das Potenzial deiner möglichen Multiplikatoren.

The Art of Crawling: Der optimale Crawl-Prozess von Anfang bis Ende (Markus Hövener)

Markus Hövener hat in seinem Vortrag erklärt, wie man eine Seite effektiv und effizient crawlern kann. Du solltest nämlich nicht direkt den Crawler starten, sondern dir zuerst überlegen genau, was du crawlern möchtest. Du kannst dadurch schneller ans Ziel kommen und Server- und Netz-Last sparen.

Hier die 5 Fakten, die du beim Pre-Crawling beachten sollst:

  • Wenn es für dein Ziel Sinn ergibt, kannst du No-Index-Seiten für Crawler sperren. Dadurch erhältst du dieselbe Ansicht, wie die Suchmaschinen;
  • Reicht dir die Index-Sicht oder sind für dich auch andere Parameter wichtig?
  • Möchtest du die ausgewählten Seiten vollständig crawlern? Welche Seiten oder Datei (z.B. Bilder) kannst du auslassen?
  • Crawl mit Sitemap abgleichen. Die Sitemap sollte aus deiner Datenbank generiert werden und alle wichtigsten URLs einer Domain zusammenfassen;
  • Daten zusammentragen, sprich Sitemap, Klicktiefe, Interne Links und Nutzerdaten (aus Google Analytics & Google Search Console) betrachten.

Key-Learning: Nicht direkt mit dem Crawling starten, sondern nachdenken, was man unbedingt crawlern muss und was man auslassen kann.

Hochqualitativer Content statt leerer Inhalte: SEO-getriebener Qualitätsjournalismus (Jana Lavrov)

In diesem spannenden Vortrag hat Jana Lavrov ihre Erfahrung als Head of Editorial SEO geteilt. Der Fokus: wie kommen SEO und Redaktion im Journalistik-Bereich zusammen?

Das SEO-Team und das Redaktion-Team sollten stets zusammenarbeiten. Zwischen den Teams sollte eine ständige Kommunikation entstehen.

Konkret heißt das, dass die Texter die Relevanz und Impact von SEO & Optimierung-Maßnahmen verstehen sollten. Während sich das SEO-Team ständig mit dem Redaktionsteam abstimmen und Empfehlungen abgeben sollte, wie z.B:

  • Artikel sollten, wenn möglich, aktualisiert werden;
  • Man sollte Evergreen-Content (Inhalte, die nicht von aktuellen Themen abhängen) produzieren;
  • Man sollte eine saubere Interne-Verlinkung-Struktur aufbauen.

Key-Learning: Im Journalistik-Bereich sollten SEO und Redaktion nicht unabhängig voneinander arbeiten. Die zwei Teams sollten eng zusammenarbeiten.

Digital Marketing Today: Strategies and Structures for Uncertain Times (André Morys)

Viele Unternehmen haben Agility als Lösung gesehen, um mit neuen Herausforderungen und Veränderungen zurechtzukommen.

Für André Morys reicht das aber nicht. Die Unternehmen sollten noch weiter gehen und sich mit dem Agile Growth Process beschäftigen.

Die sogenannten Growth Stars (z.B. Tesla, LinkedIn, Uber & Amazon) optimieren ständig ihre Produkte und testen neue Ideen. Diese werden nicht direkt in Produkte umgewandelt. Es  wird zuerst geprüft, ob ein Markt für diese Produkte existiert.

Die Umsetzung dieses Paradigmas enthält 5 Haupt-Problemen:

  • Während Workshops werden Ideen gebrainstormt und neue Eigenschaften des Produkts ständig abgestimmt. Hier werden die Bedürfnisse der Nutzer allerdings oft nicht berücksichtigt;
  • A/B Testings werden oft auf Basis von unterschiedlichen Meinungen durchgeführt. Aus diesem Grund, werden oft Elementen getestet, die sich für die Nutzer kaum unterscheiden;
  • Die Tests werden oft durch Vanity Metrics, statt mit relevanten KPIs, gemessen;
  • Es fehlt oft eine Experiment-Kultur, sprich es werden nur kleine Sachen, statt wichtige Veränderungen, getestet;
  • Niemand ist für den Prozess verantwortlich. Es sollten klare Rollen verteilt werden. Die hauptverantwortliche Person sollte Marketing- und Technologie-Wissen mitbringen.

Key-Learning: Um mit der Konkurrenz mitzuhalten, sollten Unternehmen ihre Herausforderungen identifizieren und Lösungen testen. Daten sollten verwendet werden, um zu erkennen was wirklich funktioniert und was nicht.

‘Don’t think twice, it’s alright‘. Behavioral Economics für ein intuitiveres Internet (Dr. Philipp Spreer)

Der Psychologe Daniel Kahneman hat herausgefunden, dass Leute zwei Entscheidungen-Systeme besitzen:

  • System 1 basiert sich auf Intuition & Instinkt. Daher werden hier Entscheidungen unbewusst und schnell getroffen;
  • System 2 basiert sich auf rationalem Denken. Daher werden hier Entscheidungen langsam und logisch getroffen.

Um Entscheidungen schnell zu treffen, verwenden Menschen sogenannten Behavioral Patterns (auch Heuristiken genannt). Diese können konkret auch im Online-Marketing-Bereich verwendet werden. Wie funktioniert das?

  • Nutzungsverhalten analysieren;
  • Personas modellieren und ihren Entscheidungskontext und Bedürfnissen analysieren und verstehen;
  • Passende Behavioral Pattern identifizieren und Trigger definieren, die du im Text oder Anzeige verwenden kannst;
  • Diese Trigger sollten im Text ausgespielt werden. Danach solltest du prüfen, ob sie eine Auswirkung hatten.

Key-Learning: Du solltest die Bedürfnisse der Nutzer verstehen und ernst nehmen. Auf diesen Bedürfnissen und Ängste kannst du deine Kommunikation aufbauen.

Snippetoptimierung Title & Descriptions (Julian Dziki)

In seinem Vortrag ist Julian Dziki die verschiedenen Optimierung-Maßnahmen der Meta-Daten durchgegangen und hat geprüft, wie oft sie wirklich eingesetzt werden.

Diese Regeln werden fast immer eingehalten:

  • Das Keyword sollte immer im Title vorhanden sein;
  • Das Keyword sollte im Title immer so weit vorne wie möglich stehen;
  • Der Meta-Title sollte nicht zu lang sein (max. 156 Zeichnen), sonst wird er abgeschnitten.

Weitere Maßnahmen, die seltener auftreten, lauten wie folgt:

  • Zahlen im Meta-Title;
  • Call to Actions (CTA) im Meta-Title integrieren;
  • Sonderzeichen oder Emojis im Meta-Title integrieren.

Wenn man bestehende Snippets optimieren möchte, kann die Daten aus der Google Search Console als Grundlage verwenden. Auf Basis von diesen Daten kannst du z.B. neue und relevante Begriffe im Snippet integrieren.

Wenn dir diese Daten nicht zur Verfügung stehen, kannst du dir deine Wettbewerber in den SERPs anschauen. Welche Begriffe verwenden die Top-10? Können diese Wörter für dich relevant sein? Wenn ja, kannst du sie in deine Meta-Daten integrieren.

Key-Learning: Bei der Snippet-Optimierung immer deine Konkurrenten, sowie die Daten aus der Search Console analysieren. Trotzdem sollte die Suchintention des Users immer die hochstehe Priorität haben.  

Was haben wir außerdem für uns mitgenommen?

Neben dieser Auswahl gab es noch weitere Vorträge, die auch Themen im Tracking & SEA Bereich angesprochen haben.

Wir haben insgesamt viele spannende Insights für uns mitgenommen, sowie neue Inputs gewonnen, die wir für Kampagnen und Konzepte nutzen können.

Sie möchten mehr über SEO & Content-Marketing erfahren?

Lassen Sie sich von unseren SEO- und Content-Experten beraten.

 

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Sonia Distante

Online Marketing Trainee

Als Online Marketing Trainee in den Bereichen SEO, Content und Social Media wird Sonia aktuell zu einer Expertin in den Bereichen ausgebildet. Durch ihre Recherchen und Projekte wird sie hier die wichtigsten und aktuellen Themen als Artikel zusammenfassen.

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