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Regelmäßig Sicherheits- und Systemupdates für CMS-Systeme durchzuführen – muss das wirklich sein? Viele Kund:innen stellen uns die Frage nach der Notwendigkeit – schließlich sind die Updates oft mit Aufwand und Kosten verbunden. Die Antwort ist simpel: Wer Updates auf die lange Bank schiebt, spart kurzfristig, setzt aber Sicherheit und Performance und langfristig sogar den guten Ruf aufs Spiel. 

Hier erfahren Sie, was Updates bewirken, welche Risiken entstehen, wenn sie ignoriert werden und warum sie schlichtweg unverzichtbar sind.

Kein Content Management System (CMS) kommt ohne regelmäßige Wartung aus. Sicherheitslücken, veraltete Technologien oder Inkompatibilitäten können zur Gefahr werden. Hier kommen die Updates ins Spiel. Je nach Hersteller des CMS werden verschiedene Update-Typen bereitgestellt, die jeweils unterschiedliche Ziele verfolgen.

Was ist der Unterschied zwischen Sicherheits-Update, Minor-Update und Major-Update? Wie verhält es sich mit Plugins?

Sicherheitsupdates

Sicherheitsupdates schließen spezifische Sicherheitslücken und schützen das CMS vor bekannten und neuen Bedrohungen, zum Beispiel durch die Verbesserung von Verschlüsselungs- oder Authentifizierungsmethoden. Diese Updates sind entscheidend für den Schutz vor Cyberangriffen und sollten umgehend installiert werden.

Minor-Updates

Minor-Updates verbessern die Kernsoftware durch Fehlerbehebungen, Leistungssteigerungen und kleinere Funktionserweiterungen. Sie sorgen für eine stabilere und kompatiblere Basis, ohne größere Veränderungen am Gesamtsystem vorzunehmen. Sie können im Regelfall einfach installiert werden und ziehen einen geringen Folgeaufwand nach sich.

Major-Updates

Major-Updates bringen tiefgreifende Änderungen mit sich, wie die Einführung neuer Funktionen, wesentliche Performance-Verbesserungen oder umfassende Architektur-Updates im CMS. Diese Updates erfordern oft gründlichere Tests und Vorbereitungen, sorgen jedoch für eine dauerhaft stabile Software-Basis und eine nachhaltige Weiterentwicklung.

Plugin-Updates

Plugin-Updates betreffen einzelne Erweiterungen des CMS. Sie beheben Fehler, optimieren die Sicherheit, verbessern die Kompatibilität und fügen neue Funktionen hinzu. Da veraltete Plugins häufig Schwachstellen darstellen, sind regelmäßige Updates essenziell, um die Sicherheit und Stabilität des Gesamtsystems zu gewährleisten. Wenn eine Webseite veraltet aussieht oder wesentliche Funktionen fehlen, ist die Notwendigkeit eines Updates offensichtlich und der damit verbundene Aufwand wird in der Regel schnell vom Entscheidungsgremium im Unternehmen akzeptiert. Bei Sicherheitsupdates oder Anpassungen am Kern-CMS sieht es da schon anders aus. Hier sind die Schwächen normalerweise nicht augenscheinlich. Damit es kein böses Erwachen gibt, braucht es ein umfassenderes Verständnis und die Bereitschaft, in präventive Updates zu investieren.

Bleiben wir beim Thema Sicherheit.

Warum sind Updates so wichtig?

1. Sicherheit steht an erster Stelle

Ohne regelmäßige Updates öffnen Sie Hackerangriffen Tür und Tor. Besonders populäre CMS-Systeme wie WordPress sind beliebte Ziele für Cyberkriminelle, da bekannte Schwachstellen in alten Versionen leicht ausgenutzt werden können. Sicherheitsupdates schließen diese Lücken und schützen Ihre Daten sowie die Ihrer Kund:innen. 

2. Optimierte Performance und Stabilität

Veraltete CMS-Versionen können zu längeren Ladezeiten oder gar Ausfällen führen. Regelmäßige Updates stellen sicher, dass Ihre Website reibungslos funktioniert, schneller lädt und stabil bleibt. Diese Verbesserungen wirken sich direkt auf die Zufriedenheit Ihrer Nutzer:innen und Ihre SEO-Rankings aus.

3. Neue Funktionen und bessere Nutzererfahrung

CMS-Hersteller bringen mit Updates oft neue Features und Verbesserungen auf den Markt, die Ihre Website moderner und benutzerfreundlicher machen. Diese Innovationen können helfen, aktuelle Trends zu nutzen und wettbewerbsfähig zu bleiben.

4. Rechtliche Sicherheit

Gerade in der EU unterliegt Ihre Website strengen Datenschutzvorschriften wie der DSGVO. Regelmäßige Updates sorgen dafür, dass Ihr CMS technisch auf dem neuesten Stand bleibt und rechtliche Anforderungen erfüllt. Veraltete Systeme können hier schnell zum Problem werden – bis hin zu empfindlichen Bußgeldern.  

Was passiert, wenn ich CMS-Updates verweigere?

 Viele glauben, der Verzicht auf Updates spart Zeit und Geld. Doch das Gegenteil ist der Fall: Ohne regelmäßige Aktualisierungen drohen erhebliche Risiken und hohe Folgekosten.

1. Sicherheitslücken und Hackerangriffe  

Ein nicht aktualisiertes CMS ist ein leichtes Ziel für Hacker. Die Folgen können gravierend sein:

  • Datenverlust oder -diebstahl:Sensible Informationen wie Kundendaten oder Geschäftsdaten können in falsche Hände geraten.
  • Manipulation der Website: Hacker könnten Schadsoftware einfügen oder die Inhalte Ihrer Seite verändern, was Ihrem Ruf schadet.
  • Kompletter Ausfall: Ihre Website könnte unbenutzbar werden – eine Katastrophe für Unternehmen, die auf ihre Online-Präsenz angewiesen sind.

 2. Schlechte Nutzererfahrung und SEO-Verlust

 Veraltete Systeme führen oft zu längeren Ladezeiten, Fehlern und schlechter Performance. Das Ergebnis: Nutzer:innen verlassen Ihre Seite, bevor sie überhaupt einen Eindruck Ihres Unternehmens gewinnen konnten. Suchmaschinen wie Google bewerten solche Seiten negativ, was sich direkt auf Ihre Platzierung in den Suchergebnissen auswirkt.

3. Inkompatibilität mit Plugins und Tools

CMS-Updates sorgen dafür, dass Ihre Website mit den neuesten Plugins, Themes und Drittanbieter-Tools kompatibel bleibt. Ohne Updates drohen technische Probleme:

  • Fehlerhafte Funktionen: Wichtige Features wie Kontaktformulare oder Bezahloptionen könnten ausfallen.
  • Probleme in der Darstellung: Inkompatible Themes können zu fehlerhaften oder unansehnlichen Websites führen.

4. Rechtliche und finanzielle Risiken

Ein veraltetes CMS erfüllt häufig nicht die aktuellen Datenschutz- und Sicherheitsstandards. Das kann nicht nur zu Bußgeldern, sondern auch zu einem Verlust des Vertrauens Ihrer Kund:innen führen. 

Fazit: Updates sind eine Investition in die Zukunft

CMS-Updates mögen kurzfristig Aufwand bedeuten, doch sie schützen langfristig vor Sicherheitsproblemen, rechtlichen Konsequenzen und technischen Störungen. Ob Pimcore, WordPress, Kirby oder ein anderes System – regelmäßige Updates sind unerlässlich, damit Ihre Online-Präsenz sicher und wettbewerbsfähig bleibt.

Halten Sie Ihr CMS-System auf dem neuesten Stand – und überlassen Sie diese Aufgabe gerne uns! Wir kümmern uns um Updates, Sicherheitsprüfungen und alles Drumherum, damit Sie sich voll auf Ihr Kerngeschäft konzentrieren können.

Warum regelmäßige Updates für CMS-Systeme essenziell sind

Autor Georg  Obermayr
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